Reise blog von Travellerspoint

15. Wenn etwas endet fängt etwas Neues an.....

hallo ihr Lieben,

ein Lebensjahr ist zuende gegangen, ein neues beginnt...... auch das Semester und damit meine Zeit in Paris neigen sich dem Ende entgegen, in ein paar Wochen wird ein neuer Abschnitt meines Frankreichaufenthaltes beginnen:

Das Praktikum!
Nach vielen Bewerbungen, Telefonaten, Emails und vieeeeel Abwarten hab ich tatsächlich noch eine Zusage bekommen - woraus ich zwei Dinge über Bewerben in Frankreich lerne: Erstens, man braucht viel Geduld. Zweitens, man braucht viel Hartnäckigkeit.
Von Mitte Juni bis Mitte September werde ich ein Tourismuspraktikum in der Region Rhone-Alpes absolvieren! Der 3-Sterne Campingplatz Saumont liegt ungefähr zwischen Lyon und Genf. Was ich dort drei Monate lang mache? Meine Hauptaufgabe ist die Gästebetreuung, das heißt Check-In/Check-Out, Besucherinformation, Verkauf und Animation - ein praktischer Einblick in die alltäglichen Aufgaben der "Freilufthotellerie". Damit auch meine grauen Zellen etwas zu tun haben, bin ich darüber hinaus mit folgenden Aufgaben betreut: Erstellung eines Kommunikationskonzeptes für den deutschen Markt, Übersetzungen des Informationsmaterials und Einrichtung eines Naturlehrpfades. Ich bin auf jeden Fall gespannt! Wenn ihr es auch seid könnt ihr mal einen Blick auf www.camping.saumont.com werfen.

Der Geburtstag!
Das Wochenende wurde feierlich begangen - das heißt mit viel Feiern! Nicola und Hoang haben mich besucht, und wir haben wir in Paris reingefeiert. Nach vielen Geburtstagstelefonaten, Kaffee und Nickerchen war ich dann bereit für die Gäste, nur dass das Wetter das geplante Geburtstagspicknick im Park nicht zuließ. Außerdem machten mir die Gäste Gedanken, die - ganz französisch - auf meine Einladung entweder gar nicht reagiert hatten, oder aber mit einem "vielleicht, wenn ich kann gerne....", während ich - ganz deutsch - verzweifelt versuchte, die Einkausmengen zu berechnen, um meine Gäste auch anständig bewirten zu können. Meine Sorgen waren jedoch unbegründet, meine ca. 15 Gäste wurden alle satt, amüsierten sich prächtig und mussten um Mitternacht wörtlich vor die Tür gesetzt werden, um den letzten Zug nach Paris nicht zu verpassen und den Eltern meiner Vermieterin, die auch zu Besuch waren, endlich ihren Schlaf zu gönnen. Mit einer handvoll unternehmungslustiger Gäste schloss ich meinen Geburtstag in einer Salsa Bar ab, wo wir bis 04:00 morgens das Parquett polierten. Nach einem leckeren vietnamesischen Essen im "Vietnam-Viertel" und einem gemütlichen Sonntag Nachmittag musste ich meine beiden Gäste dann auch schon wieder verabschieden, das Wochenende ist nur so vorbei geflogen.....

Cr_pes_und_Aperetif.jpg
Crêpes und Aperitif beim Place d'Italie

Die Chronik vom Referat, Klappe die zweite
Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Folge über eine deutsch-französische Kooperation zwecks Erstellung eines Referates- hier kommt die Fortsetzung:

10. April - die Dozentin schickt uns die Termine für die Referate und bittet um Bestätigung.
20. April - nachdem ich von meinen Kommilitonen endlich eine Antwort bekommen habe, bestätige ich der Dozentin unseren Termin
4. Mai - ich frage meine Kommilitonen, wie wir die gemeinsame Vorbereitung organisieren wollen. Da einer in Rotterdam ist und der andere in New York, einigen wir uns darauf, dass jeder seinen Teil individuell vorbereitet.
11. Mai - ich schlage mir die Nacht mit der Vorbereitung des Referats um die Ohren.
12. Mai, vormittags - ich verbringe eine Stunde in der Bibliothek, um meine Notizen drucken zu können (von den vier Druckern funktionieren nur zwei und die Schlange reicht bis in den Vorraum)
12. Mai, nachmittags, Zeitpunkt des Referats - mein einer Kommilitone ist krank. Mein anderer Kommilitone hat seine Unterlagen vergessen. Das Referat wird verschoben.
18. Mai, vormittags - meine Kommilitonen schicken mir ihre Graphiken und Stichwörter, mit der Bitte, sie in die Powerpoint einzufügen (die ich erstellt hatte)
18. Mai, mittags - mein Kommilitone bittet mich, dass wir uns um 15:00 treffen, damit er mit mir seinen Teil der Powerpoint überarbeiten kann.
18. Mai, 15:20 - mein Kommilitone taucht endlich auf und wir machen die Powerpoint fertig.
18. Mai, 15:50 - die Dozentin kommt doch noch. 20 min zu spät.
18. Mai, 16:30 - endlich funktioniert der Beamer.
18. Mai, 17:20 - nachdem vier Kommilitonen ihre Referate gehalten/vorgelesen haben, bin ich als letzte dran. Mir bleiben noch 10 min. für mein 20 min. Referat. Als ich nach 15 min. fertig ist sind immerhin noch alle wach, und für Kritik ist auch keine Zeit mehr... :-)

Mehr aus dem Land der Schnecken- und Froschschenkelesser gibt's im nächsten Eintrag!!

eure Roni

Eingestellt von Roni_Paris 01:23 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad

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