21. Von wegen.....
24.06.2009
... ich sitze drei Monate auf dem Campingplatz fest! Diese Befürchtung scheint sich zum Glück nicht zu bestätigen:
Meine Kollegen und deren Bekannte geben sich alle Mühe, mich auch mal mit "raus" zunehmen, was auf Grund der Arbeit meist auf lange Abende hinausläuft - aber es gibt ja auch noch den ein oder anderen freien Tag, den ich nach Kräften nutze - um meinen Chef zu zitieren: "wenn sie bei der Arbeit genaus so produktiv ist wie in ihrer Freizeit, wird die Saison ein voller Erfolg!"
Auffüllen: Die nächste kleine Stadt ist Aix-Les-Bains, dort war ich zweimal: das erste Mal um den Kühlschrank zu füllen, das zweite Mal um das Bierglas zu füllen... zusammen mit meinen Kollegen Katrine und Pascal, anlässlich eines Reggeafestivals.
Ablaufen: Ich bin ja ein Fan von Stadtbesichtigungen zu Fuß, und glücklicherweise sind sowohl Genf als auch Lyon in einer Stunde mit dem Zug erreichbar.

Die eigentlich Attraktion von Genf ist eine riesige Wasserfontaine im See - leider war sie während meines Besuches abgestelt war, weil der Wind zu stark war. Es hat mich fast von der Uferpromenade gepustet.

...aber der See hat auch ohne die Fontaine seinen Charme!

Genf ist die Stadt der Uhren, der Schokolade, der Banken, der Geschäftsleute.... ich habe selten soviele Anzüge versammel gesehen. Für meinen Geschmack ein paar zuviele, irgendwie verleihen sie der zweifellos wunderschönen Stadt eine gewisse steife Atmosphäre...

Lyon dagegen strahlt mehr Schlichtheit und Wärme aus. Die Altstadt ist wunderbar zwischen der Rhône und der Saône gelegen und wird von den Ruinen eines römischen Amphitheaters und einer Basilika überragt.

Nach dem anstrengenden Stadtbummel habe ich mir in einer der "Bouchons", einer typisch rustikalen Gaststätte, das Mittagsmenu gegönnt. Zum Glück habe ich ohne Wörterbuch bestellt und erst im Nachhinein erfahren, dass ich Hechtklöße bestellt habe - die aber ausgezeichnet waren. Dafür musste ich auch 40 Min. auf meine Klösschen warten, was mir immerhin mit einem Aperitif auf Kosten des Hauses versüßt wurde....
Einladen: - bzw. eingeladen werden bedeutet hier meist gute Küche, viel Wein und ein laaaanger Abend.... Einen Abend war ich mit bei Freunden meines Chefs und einen anderen im Restaurant einer Bekannten. Ich habe sogar noch eine Einladung zum Froschschenkelessen offen, die ich bisher aus Zeitmangel noch nicht wahrnegommen habe....


Anschauen: - sollte man unbedingt die Altstadt von Annecy, die wirklich malerisch ist, vor allem vor dem Hintergrund der Berge und dem türkisfarbenen See Annecy.... in der Stadt, die sich für die Olympischen Winterspiele beworben hat, war ich mit Marine, einer Bekannten, die leider schon wieder in Toulouse ist. Sie hat mich darüber informiert, dass die Geldstrafe für unser Knöllchen nicht in den offiziellen Haushalt der Stadt eingeht - keiner weiß, was mit dem Geld passiert. Vielleicht wird damit die Bewerbung der Olympischen Spiele finanziert? oder die Party des Bürgermeisters...?
Ausspannen :- kann man wunderbar in der Region, mitten in der Natur! Ich hab mich allerdings eher für die sportliche Variante entschieden und erkunde die Umgebung an meinen freien Tagen mit dem Fahrrad meines Chefs. Der weiß wohl noch nichts von meiner Neigung, Fahrräder zu beschädigen....
Ein paar Eindrücke von meinen Ausflügen:

Am Ufer der Rhône

Der Strand bei Chatillon

Chanaz - ein hübscher kleiner Ort, an einem Kanal gelegen

St. Pierre de Curtille - hier hab ich im A l'Auberge In bei Bekannten zu Mittag gegessen und auf dem Rückweg vor dem Gewitter Zuflucht gesucht. Auch wenn das Foto nicht darauf schließen lässt - das dachte ich nämlich auch.....

Das Kloster Hautecombe am See Lac de Bourget
Bis zum nächsten Eintrag - danke für eure Aufmerksamkeit!
Roni
Eingestellt von Roni_Paris 3:18 PM Archiviert in Living Abroad | Frankreich







