Reise blog von Travellerspoint

3. So langsam eingelebt

...aber immer noch auf Überraschungen gefasst!

hallo ihr Lieben,

hier eine kleine Zusammenfassung meiner Erlebnisse und Eindrücke der letzten Tage... frohes Lesen!
eure Roni

Mobiles

Der öffentliche Verkehr hier ist der Wahnsinn... die Metro fährt im 3-Minuten-Takt, und trotzdem ist siezu de Peakzeiten gerammelt voll, morgens und abends schieben sich Menschenmassen durch die verzweigten unterirdischen Tunnel des Metrosystems (Châtelet les Halles ist angeblich die größte Metrostation der Welt!), vor allem Pendler aus den Vororten, die in der Stadt arbeiten. Wer dann in die falsche Richtung geht hat Mühe, vom Menschenstrom nicht mit gerissen zu werden...

Ha, aber jetzt hab ich ein Fahhrad gekauft! es ist ein altes Kinderrad :) aber fährt - ich weiß nur noch nicht, wie ich es vom anderen Ende von Paris (Norden) nach Sèvres kriege, in der Metro darf ich es nämlich nicht mitnehmen..... :-)

Kurioses und Praktisches

Wenn ich meine Monatskarte für 3 Zonen in Paris kaufe, würde sie 72,00 kosten - kauf ich sie dagegen in Sèvres, bezahl ich nur 43,00. Nein, ich habe noch nicht rausbekommen woran das liegt. Sèvres gehört auch nicht zu den armen Banlieues, sondern eher zu den besseren Vororten...

In unserer Küche haben wir ein Klappe in der Wand, da kann man den vollen Müllbeutel reintun, ein bisschen rütteln, und zack - landet er direkt draußen in der Tonne. Das nenn ich mal praktisch!

Zum Zugang zur Metro muss man seine Monatskarte von einem Lesegerät validieren lassen. Wenn man sie aber in die Seitentasche tut, braucht man nur einmal die Handtasche über das Lesegerät ziehen und - zack - öffnen sich die Türen!

Universitäres

Tja, meine ersten Veranstaltungen hatte ich jetzt... allerdings kamen die meisten Dozenten nur um uns zu erklären warum sie streiken und um zu versuchen, mit den Studenten darüber zu diskutieren - deren Beteiligung war aber eher gering. Immerhin wurden die ersten Aufgaben verteilt: Dokumente lesen, einen Bericht schreiben.... ich quäle mich noch ein bisschen durch die französischen Texte und das Zuhören ist anstrengend, aber immerhin lerne ich jeden Tag ein bisschen dazu.
Der Nachteil daran, dass ich Kurse aus vier verschiedenen Studiengängen belege ist, dass ich die Studenten meist nur einmal die Woche sehe - das macht es schwierig, erste Kontakte aufzubauen.

Nachtleben

Diese Wochenende war ich mit meiner Mitbewohnerin Melanie unterwegs, wir waren einen Abend auf einem Treffen von "Couchsurfing", diese Internetcommunity zum interkulturellen Austausch ist in Paris sehr aktiv. Am anderen Abend waren wir in verschiedenen Bars in Paris, zusammen mit Bekannten. Da wir an beiden Tagen eine Truppe verschiedenster Nationalitäten waren, habe ich immer wieder zwischen Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch gewechselt... eine wahre Herausforderung!
Ansonsten habe ich festgestellt, dass französische Männer sehr hartnäckig sein können wenn sie Bekanntschaft machen wollen - und das man Gefahr läuft aus der Bar geworfen zu werden, wenn man seine leeren Gläser nicht schnell wieder füllen lässt....

Städtisches und Sehenswertes

Mittlerweile hatte ich die Gelegenheit, etwas mehr von der Stadt zu erkunden - eine Stadt der Gegensätze. Paris ist ein Moloch mir unglaublich viel Verkehr, mit Menschenmassen, und mit Obdachlosen in fast jedem U-Bahntunnel... und gleichzeitig ist es eine Stadt mit Stil, mit Charme, mit Geschichte und einem großen kulturellen Angebot.

Besonders gut gefallen hat mir die Kirche Sacre Coeur auf dem Montmartre und das Künstlerviertel darum herum, wo man sich porträtieren lassen kann - wahlweise realistisch oder als Karikatur... Im Parc de la Villette gibt es die Geode, eine risiege Kugel mit Spiegeln, welche die ganze Umgebung widergibt.
Heute waren wir in Versailles um Ludwig XIV. einen Besuch abzustatten, dabei haben wir das kalte klare Wetter genutzt um die beeindruckenden, geometrisch angelegten Parkanlagen zu erkunden. Außerdem gab es im Ort gerade einen Markt für Künstler und ökologische Waren, da war für alle Sinne etwas dabei: Schmuck anschauen, Aromen duften, Stimmengewirr hören, Naturalien und Deko betasten, und gaaaanz viel kosten und probieren....

Fotos von den Sehenswürdigkeiten findet ihr in der Gallerie - frohes Schauen!

Eingestellt von Roni_Paris 08:07 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (0)

2. Jetzt Beginnt der Ernst der Uni

Naja, mehr oder weniger....

Hallo ihr Lieben,
die letzen Tage sahen folgendermaßen aus:

Universitäres

Gestern habe ich endlich einen Termin bei meiner Koordinatorin bekommen und konnte meine Kurse wählen und mich einschreiben - ich belege eine bunte Mischung aus Geographie, Soziologie, Medien, Sprachen, Kommunikation und Erziehungswissenschaft.
Heute hatte ich dann meine erste Vorlesung, und war extra zeitig losgefahren - zum Glück, denn ein Selbsmord auf meiner Strecke und eine Gruppe Jugendlicher, die gewaltsam versuchte die Zugtür aufzuhalten (woraufhin der Zug 15 min im Bahnhof stand), sorgten dafür, dass ich gerade noch rechtzeitig um 14:00 in den Raum kam - um festzustellen, dass dort eine andere Veranstaltung stattfand. Nachdem auch das entsprechende Sekretariat geschlossen war, hab ich schließlich einen Aushang gefunden - das Seminar fand erst um 17:30 statt. Als ich dann pünktlich ankam, war die Veranstaltung aber schon in vollem Gange - sie war auf 17:00 vorverlegt worden und ich hatte die Nachricht nicht bekommen. Tja, so kann's kommen.
Das Seminar selbst (Soziologie für Erziehungswissenschaften) war dann aber ganz gut, auch wenn ich natürlich nicht alles verstanden habe....

Kurioses

Was macht man, wenn sich 30 internationale Studenten für ihren Sprachkurs einschreiben sollen? man bestellt sie alle um 10:00 zum Professor und bespricht dann mit jedem Einzelnen seine Sprachkenntnisse und das passende Niveau.... ihr könnt es euch denken, ich musste nur eine Stunde warten und gehörte damit wohl noch zu den Glücklicheren....

Politisches

Die Franzosen lieben es zu streiken und zu demonstrieren, bei jeder Gelegenheit. Und da ein neues Gesetz zur Debatte steht, dass den Status der Professoren und Wissenschafltler deutlich verschlechtern würde, streikt und demonstriert man - man, das heißt die Professoren, das Universitätspersonal, und aus Solidarität natürlich auch die Studenten. Daher ist an der Uni bisher noch nicht viel los, und ob eine Veranstaltung stattfindet, weiß man erst wenn man hingeht.... außerdem hängen hier überall Plakate, die zum Streik, zur Demo oder einfach zur allgemeinen Versammlung aufrufen, auf der wiederum über einen möglichen Streik abgestimmt wird.....

Sportliches

Gleich hinter unserem Haus ist der Parc St. Cloud, der sich hervorragend zum Laufen eignet und von der ein oder anderen Stelle einen herrlichen Blick auf die umliegenden Ortschaften bietet. Und solange ich noch nicht so viel zu tun habe, mache ich davon ausgiebig Gebrauch...
An der Uni gibt es ein Schwimmbad und verschiedene Sportangebote, von denen hab ich heute den Hip Hop Tanzkurs ausprobiert, den ich wohl fortsetzen werde.

Kulinarisches

Heute war ich das erste Mal auf dem Markt, den Hügel runter bei uns im Ort. Ich hab mich reichlich mir Obst und Gemüse eingedeckt, das ist zwar ein wenig teurer als im Supermarkt, aber dafür um einiges frischer... Außerdem gibt's eine Riesenauswahl an Käse, Fisch, Fleisch... und wenn man dort einkauft kommt man auch nicht umhin, ein wenig mit den Verkäufern zu plaudern.

So, das waren ein paar Eindrücke der ersten Woche in Frankreich.... es gibt auch noch das ein oder andere neue Foto in der Gallerie.
Lieber Gruß,
eure Roni

Eingestellt von Roni_Paris 11:54 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (0)

1. Die ersten Tage

...oder wie man ein Zimmer in Paris findet (oder auch nicht)....

Unterkunftssuche

Ich war drei Tage in einer Jugendherberge untergebracht, zum Glück mit Internet.... im Prinzip habe ich auch die ganze Zeit damit verbracht WG-Seiten zu durchforsten, Kleinanzeigen in den lokalen Blättern zu duchstöbern und natürlich gaaaaanz viel zu telefonieren.... gut, dass ich mir gleich am ersten Tag ein französisches Handy zugelegt habe, sonst wäre ich aufgeschmissen gewesen. Ja, und dann das Rumfahren, um sie zu besichtigen....
Wenn man allerdings alle Betrugsversuche, überteuerten Zimmer, Zimmer ohne Dusche etc. aussortiert hat, bleibt leider nicht viel übrig - der Wohnungsmarkt hier ist die Hölle!
Darum hab ich mich jetzt, wenn auch mit einem Wehmutstropfen, für ein Zimmer in einem Vorort entschieden:
Sèvres liegt südwestlich von Paris, mit dem Zug bin ich in knapp einer halben Stunde an der Uni oder in der Stadt. Abgeshen von der Lage ist es perfekt, ich wohn bei einer netten französischen Dame, Carole, und ein weiteres Zimmer ist an eine junge Kanadierien, Melanie vermietet. Carole arbeitet für das Außenministerium und kümmert sich um die Rechte französischer Kinder Im Ausland, Melanie hat grad ihren Master in Deutschland gemacht und arbeitet jetzt hier. Es ist also mehr als eine Zweck-WG, die Wohngegend hier ist sehr gut und die Wohnung sehr schön - kurzum, ich fühl mich wohl! Carole hat sogar den Mietpreis um über 100,00 gesenkt, weil ich meinte ich könnte es mir nicht leisten....

Unileben

Ich werde in Nanterre studieren, die Uni liegt im Nordwesten von Paris und ist für ihre etwas rebellischen Studenten bekannt, hier starteten die Unruhen der Studentenrevolte 1968....
Bisher war ich erst einmal an der Uni, das verlief ungefähr so: um 10:00 bin ich dort angetanzt, nachdem ich ca. 20 min. im Büro gewartet hab ohne dass jemand weiter von mir Notiz nahm konnte ich immerhin meinen Studentenausweis abholen und habe zwei weitere Termine bekommen, wann ich mich wo bei wem melden soll. Dann habe ich ungefähr zwei Stunden gewartet, ehe ich den Französischtest machen konnte. Als ich fertig war, war gerade Mittagspause, so dass ich erneut warten musste, um meine Ergebnisse zu bekommen - sowie einen weiteren Termin bei irgendeinem Professor, damit ich mich für einen Französischkurs einschreibe. Nun gut, so kann man den Vormittag auch verbringen.
Am Montag gehen die Vorlesungen los - allerdings ohne mich. Ich hab meine Kurse nämlich noch nicht. Die muss ich mit meinem Fachkoordinator absprechen, aber da ich von diesem bisher weder einen Termin noch ein Antwort noch eine Telefonnummer habe, kann sich das wohl noch hinziehen. Es wird mir sicher nicht schwer fallen, den Tag anders zu verbringen :-).

Leben und Menschen

Einsam war ich bisher noch nicht - in der Jugendherberge habe ich ein paar Argentinier auf Reisen kennengelernt, mit denen ich versucht hab das Pariser Nachtleben zu erkunden - wir sind in irgendeiner kleinen Künstlerbar im Quartier Latin gelandet, lustig war's auf jeden Fall.
Und während meiner Wartezeit an der Uni habe ich ein paar andere Austauschstudenten kennengelernt, aus Spanien, Brasilien, und ganz viele aus den Staaten.... tja, soviele Franzosen waren bisher noch nicht dabei. Die letzten Tage habe ich immer wieder zwischen Englisch, Spanisch, Deutsch und Französisch gewechselt, es ist schon toll so viele Sprachen für die Verständigung zur Verfügung zu haben - aber auch ein bisschen verwirrend. Von der ersten "Austauschstudentenparty" gestern musste ich mich allerdings früher verabschieden, weil die letzte Bahn nach Sèvres um 01:00 nachts fährt....
Die Franzosen hab ich bisher als recht offen erlebt, Anknüpfungspunkte für Gespräche ergaben sich immer wieder... sei es in der Jugendherberge mit dem Personal, oder weil ich irgendwo hilflos mit meinem U-Bahnplan stand, nach dem Weg gefragt hab oder 1 1/2 Stunden ein Internetcafé gesucht habe.... (was in der Umgebung der Champs Élysees völlig zwecklos ist).
Insgesamt ist Paris sehr international, in der Metro kann man ein Stimmengewirr von ziemlich vielen Nationalitäten ausmachen.

Stadtleben

Von Paris hab ich bisher nicht viel gesehen - abgeshen von der Metro, die kenne ich bald in- und auswendig. Immerhin hab ich es ein paar Stunden zur Ile de la Cité geschafft, um auf der Insel auf der Seine herumzubummeln, Notre Dame anzusehen (beeindruckend!) und den schönen Ausblick auf die Seine bei Sonnenuntergang von der Inselspitze zu genießen (romantisch!). Da meine Kamera gestreikt hat, gibt's davon aber keine Bilder.
Gestern war ich dann auf dem Eiffelturm - zu Fuß, denn wer mit dem Fahrstuhl hoch will, muss über eine Stunde Schlange stehen. Das ist schon eine ziemlich beeindruckende Konstruktion, sooo viele Nieten, Verstrebungen, Treppen... nein, ich hab sie nicht gezählt.

So, da die letzten Tage echt anstrengend waren hab ich mir heute eine Pause gegönnt, ausgeschlafen, gelesen, eingekauft, gekocht.... Kraft tanken für die nächsten Tage halt :-).

Mir geht's hier gut, und ich bin gespannt was die nächsten Monate so bringen...

eure Roni

Eingestellt von Roni_Paris 09:13 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (0)

0. Über diesen Blog

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Frohes Lesen!!

Eingestellt von Roni_Paris 07:51 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (0)

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