Reise blog von Travellerspoint

23. Inspiration - ?!

"Die Inspiration existiert, aber sie muss dich bei der Arbeit finden."
Pablo Picasso

"Die Inspiration beginnt, wenn wir genug wissen, um nichts zu verstehen."
Billy, Schweizer Aphoristiker

"Die Inspiration! Hahaha! Das ist eine alte romantische Idee ohne Sinn und Verstand."
Auguste Rodin

Ich glaube durchaus, dass die Inspiration existiert - und dass sie einen finden muss. Sei es auf der Arbeit, in der Freizeit, in der Natur.... und ich brauche sie, um meine Blogeinträge zu schreiben. Deshalb hat es mit diesem Eintrag auch etwas länger gedauert - Inspiration lässt sich eben nicht erzwingen, sie muss einen finden. Mehr über meine Inspirationsquellen findet ihr in diesem Eintrag:

Rein in die Arbeit!
Denn hier ist nach wie vor Hochsaison, und nach wie vor fehlt uns eine Personalkraft, so dass es für die gesamte Mannschaft heißt: anpacken! Ich verfolge weiterhin meine Aufgaben an der Rezeption, hinter der Bar und Gelegentlich vor dem Pizzaofen.
Aber selbst das Alltagsleben auf dem Campingplatz birgt eine gewisse Abwechslung: Diese Woche war die Wahl zur Miss-Camping 2009, dafür habe ich mich geschickter Weise als Jurymitglied aufstellen lassen, um einer Präsentationsrunde im Bikini vor dem gesammelten Clientele zu entgehen.... es ist doch viel angenehmer andere zu beurteilen, als sich selbst kritisch beäugen zu lassen!
Vorgestern habe ich mit der Tochter vom Chef Tennis gespielt - aber wohl vorerst zum letzten Mal, denn seine drei Kinder, die ich in den letzten zwei Wochen richtig ins Herz geschlossen habe, sind nun abgereist um mit ihren Großeltern ans Meer zu fahren. Damit geht auch die Phase der "Vollpension" zuende, die ich in letzter Zeit genossen habe, und es ist wieder selbst einkaufen und kochen angesagt....

Raus aus der Arbeit und....

...rein in die Schlucht!
Schon einmal etwas von Canyonning gehört? nein? das geht so: man nehme einen Neoprenanzug, eine Kletterausrüstung, einen erfahrenen Führer und einen kalten Bergfluss in einer Schlucht und kombiniere das Ganze zu einem abenteuerlichen Abstieg, während dessen man schwimmt, klettert, mehrere Meter in die Schlucht springt oder sich in Felsspalten abseilt..... ich hatte auf jeden Fall mächtig Spaß, auch wenn mir vor den Sprüngen das Herz klopfte und ich nach 2 1/2 Stunden im Wasser ziemlich durchgefroren war - es ist auf jeden Fall ein Erlebnis!

....rauf auf den Berg!
Freunde auf einem 15 km entfernten Berg zu haben, aber über kein Auto zu verfügen, ist ungünstig.... aber auf der anderen Seite stellt es eine Minimum ab Bewegung sicher, was angesichts der Vollverpflegung in letzter Zeit gar nicht schlecht ist. Und wenn ich den Weg am Morgen zurücklege, bietet sich ein wunderschöner Blick über den wolkenverhangenen Lac de Bourget....

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...rein in die Menge!
Am 14. Juli ist der Nationalfeiertag Frankreichs, und an zahlreichen Orten gibt es Feuerwerke. Damit diese besser besucht werden und der damit verbunden Getränke- und Imbissverkauf ein besseres Geschäft macht, haben sich die Orte offenbar zeitlich abgesprochen: jeder Ort hält sein Feuerwerk an einem anderen Tag ab! Ich bin mit ein paar Gästen des Campingplatzes am 16. Juli nach Conjux gefahren, wo es ein musikalisch begleitetes Feuerwerk über dem See gab.

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...rauf in die Luft!
Einmal Fliegen - wer will das nicht? Diese Gelegenheit lag buchstäblich vor der Tür, weil auf dem Campingplatz zurzeit eine Gruppe Gleitschirmflieger aus Holland weilt. Ein bisschen Flirten mit dem Lehrer hat sich ausgezahlt, und er hat mir einen Tandemflug zum Sonderpreis angeboten.... eine Versuchung, der ich natürlich nicht widerstehen konnte!

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Die Abflugfläche - nach einer knappen Stunde des Wartens war es dann soweit: ein paar Schritte über den Hang, ein paar Tritte ins Leere, und man schwebt.....

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Ich hatte Glück mit den Windverhältnissen und hatte einen ruhigen und gemütlichen Flug, so dass ich in aller Seelenruhe die Aussicht und das Spiel der anderen Gleitschirmflieger beobachten konnte. Nach nach einer halben Stunde war es dann Zeit, mit beiden Füßen auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren.... insgesamt ein tolles Erlebnis!

Ihr seht, es war ein ziemliches Auf und Ab bei mir in letzter Zeit...

Inspirierende Grüße,

eure Roni

Eingestellt von Roni_Paris 12:42 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (0)

22. Hochsaison

hallo ihr Lieben,

wir haben Mitte Juli - im touristischen Fachjargon heißt das: wir sind in der heißen Phase

Für das Geschäft bedeutet das: Umsatz! In den Monaten Juli und August erwirtschaftet der Campingplatz mehr Einnahmen als in allen anderen Monaten zusammen.

Für den Campingplatz bedeutet das: Lebhaftigkeit! Täglich kommen neue Gäste, die Zeltplätze und Bungalows füllen sich ebenso plötzlich wie der Swimmingpool, die Biergläser und die Mülleimer, und die Bar und der Imbiss erleben den großen Ansturm. Das Gästeprofil ist kaum zu klassifizieren: angefangen bei Drachenfliegern und jungen Paaren über Senioren bis hin zu schwer erziehbaren Jugendlichen ist alles vertreten.

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Für mich bedeutet das: Präsenz! Vor allem an der Rezeption, denn jetzt heißt es 100% Einstieg in die operationelle Tagesarbeit: Übersetzungen und Marketingunterlagen sind vor ein paar Tagen in den Schubladen verschwunden und das Chaos auf dem Schreibtisch besteht nun aus Reservierungen, Rechnungen, Ausweiskopien und zahlreichen Notizen, die an diesen Rückruf, jenen kaputten Wasserhahn oder sonstige zu beantwortende Email erinnern.... Mein Versuch, etwas mehr Ordnung in die Unterlagen und die Arbeitsabläufe zu bringen, wird zwar begrüßt, war aber bisher eher mäßig erfolgreich.
Immerhin habe ich mich in das Prozedere Information - Planung - Reservierung - Check-In - Zahlungsabwicklung - Check-Out - soweit eingearbeitet, dass ich nicht mehr alle paar Minuten über den Campingplatz laufen muss um meinen Chef mit einer Frage aufzusuchen, der entweder gerade das Talkie-Walkie vergessen hat oder Rasen mäht und es nicht hört.
Meine Konzentrationsfähigkeit trainiere ich täglich, denn die Arbeitsatmoshpäre wird geprägt von Kindern die im Pool toben, am Tischfußballtisch rütteln und Musik hören....

Für das Personal bedeutet das: Zuwachs! Die Animateurin Karlyn, eine junge Holländerin, ist zu uns gestoßen und bringt mit Aquagym, Sportutrnieren, Tanzabenden und Lagerfeuer Leben in den Alltag. Die holländischen Kinder sind glücklich, sich mit ihr verständigen zu können, und angesichts einer wahren niederländischen Invasion französischer Campingplätze, von der wir keineswegs ausgeschlossen sind, ist das für die Kundenzufriedenheit nicht unerheblich. Zuwachs haben wir auch durch die drei Kinder meines Chefs, die ihre Ferien hier verbringen und auch bei den Aufgaben kräftig mit anpacken.

Für meine Arbeit bedeutet das: Vielfalt! Da ich eigentlich alle paar Minuten von einem Anruf, einer Ankunft, einer Abreise, einer Frage oder einer Bestellung an der Bar unterbrochen werde, wird mir zumindest nie langweilig! Hinzu kommt, dass eine Mitarbeiterin zurzeit krank ist, und so habe ich auch beim Imbiss ausgeholfen: Pommes fritieren, Hühnchen grillen, Pizza backen.... für letztere Aufgabe hatte ich sogar eine kleine "Schulung" von einem Bekannten, so dass mich nun weder Hefeteig noch Gasöfen oder kurzfristigen Bestellungen schrecken.

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Für meinen Chef bedeutet das: Rastlosigkeit! Manchmal ist es mir schleierhaft, wie er mit soviel Arbeit und so wenig Schlaf zurecht kommt. Seinen Arbeitstag zu sehen, ist die beste Abschreckung davon, einen Campingplatz zu führen - aber andererseits ist ja nicht das ganze Jahr Hochsaison. Touristker sind eben Saisonarbeiter.

Für meine Freizeit bedeutet das: Kürzung! Ich habe jetzt nur noch einen Tag pro Woche frei - eine wahre Herausforderung, diesen sowohl für Aktivitäten als auch zum Ausruhen zu nutzen! Am Dienstag war ein Tandem-Drachenflug geplant, der Fluglehrer und ich standen schon mit aufgebautem Drachen vor der Abflugschanze, als der Wind auffrischte und einen Flug zu riskant gemacht hätte.... vielleicht habe ich September noch einmal die Gelegenheit.

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Für meine Blogleser bedeutet das: Geduld! In der Hochsaison wird es wohl nicht jede Woche einen Eintrag geben - aber ich bemühe mich, euch auf dem Laufenden zu halten!

Hochsaisonale Grüße,

eure Roni

Eingestellt von Roni_Paris 03:48 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (0)

21. Von wegen.....

... ich sitze drei Monate auf dem Campingplatz fest! Diese Befürchtung scheint sich zum Glück nicht zu bestätigen:
Meine Kollegen und deren Bekannte geben sich alle Mühe, mich auch mal mit "raus" zunehmen, was auf Grund der Arbeit meist auf lange Abende hinausläuft - aber es gibt ja auch noch den ein oder anderen freien Tag, den ich nach Kräften nutze - um meinen Chef zu zitieren: "wenn sie bei der Arbeit genaus so produktiv ist wie in ihrer Freizeit, wird die Saison ein voller Erfolg!"

Auffüllen: Die nächste kleine Stadt ist Aix-Les-Bains, dort war ich zweimal: das erste Mal um den Kühlschrank zu füllen, das zweite Mal um das Bierglas zu füllen... zusammen mit meinen Kollegen Katrine und Pascal, anlässlich eines Reggeafestivals.

Ablaufen: Ich bin ja ein Fan von Stadtbesichtigungen zu Fuß, und glücklicherweise sind sowohl Genf als auch Lyon in einer Stunde mit dem Zug erreichbar.

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Die eigentlich Attraktion von Genf ist eine riesige Wasserfontaine im See - leider war sie während meines Besuches abgestelt war, weil der Wind zu stark war. Es hat mich fast von der Uferpromenade gepustet.

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...aber der See hat auch ohne die Fontaine seinen Charme!

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Genf ist die Stadt der Uhren, der Schokolade, der Banken, der Geschäftsleute.... ich habe selten soviele Anzüge versammel gesehen. Für meinen Geschmack ein paar zuviele, irgendwie verleihen sie der zweifellos wunderschönen Stadt eine gewisse steife Atmosphäre...

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Lyon dagegen strahlt mehr Schlichtheit und Wärme aus. Die Altstadt ist wunderbar zwischen der Rhône und der Saône gelegen und wird von den Ruinen eines römischen Amphitheaters und einer Basilika überragt.

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Nach dem anstrengenden Stadtbummel habe ich mir in einer der "Bouchons", einer typisch rustikalen Gaststätte, das Mittagsmenu gegönnt. Zum Glück habe ich ohne Wörterbuch bestellt und erst im Nachhinein erfahren, dass ich Hechtklöße bestellt habe - die aber ausgezeichnet waren. Dafür musste ich auch 40 Min. auf meine Klösschen warten, was mir immerhin mit einem Aperitif auf Kosten des Hauses versüßt wurde....

Einladen: - bzw. eingeladen werden bedeutet hier meist gute Küche, viel Wein und ein laaaanger Abend.... Einen Abend war ich mit bei Freunden meines Chefs und einen anderen im Restaurant einer Bekannten. Ich habe sogar noch eine Einladung zum Froschschenkelessen offen, die ich bisher aus Zeitmangel noch nicht wahrnegommen habe....

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Anschauen: - sollte man unbedingt die Altstadt von Annecy, die wirklich malerisch ist, vor allem vor dem Hintergrund der Berge und dem türkisfarbenen See Annecy.... in der Stadt, die sich für die Olympischen Winterspiele beworben hat, war ich mit Marine, einer Bekannten, die leider schon wieder in Toulouse ist. Sie hat mich darüber informiert, dass die Geldstrafe für unser Knöllchen nicht in den offiziellen Haushalt der Stadt eingeht - keiner weiß, was mit dem Geld passiert. Vielleicht wird damit die Bewerbung der Olympischen Spiele finanziert? oder die Party des Bürgermeisters...?

Ausspannen :- kann man wunderbar in der Region, mitten in der Natur! Ich hab mich allerdings eher für die sportliche Variante entschieden und erkunde die Umgebung an meinen freien Tagen mit dem Fahrrad meines Chefs. Der weiß wohl noch nichts von meiner Neigung, Fahrräder zu beschädigen....
Ein paar Eindrücke von meinen Ausflügen:

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Am Ufer der Rhône

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Der Strand bei Chatillon

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Chanaz - ein hübscher kleiner Ort, an einem Kanal gelegen

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St. Pierre de Curtille - hier hab ich im A l'Auberge In bei Bekannten zu Mittag gegessen und auf dem Rückweg vor dem Gewitter Zuflucht gesucht. Auch wenn das Foto nicht darauf schließen lässt - das dachte ich nämlich auch.....

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Das Kloster Hautecombe am See Lac de Bourget

Bis zum nächsten Eintrag - danke für eure Aufmerksamkeit!

Roni

Eingestellt von Roni_Paris 15:18 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (0)

20. Mein Praktikum

hallo ihr Lieben,

ich habe mich häuslich niedergelassen - und dabei waren wir mir folgende Komponenten dienlich:

Mein Haus

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Variante: Luxusaustattung, Einzelstück, ruhig gelegen mitten in der Natur.... mit einer überdachten Terrasse und einem großzügigen Garten!

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Das geräumige Schlafzimmer beherbergt ohne Zweifel problemlos zwei Personen - Gäste sind willkommen.... ;-)

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Das Wohnzimmer strahlt eine wohnliche Atmosphäre aus und lädt zum geselligen Beisammensitzen ein!
Allerdings ist das Campingplatzleben so gesellig, dass ich mich nur selten in meinen eigenen vier Wänden aufhalte.

Mein Pool

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Zu dem Pool gehört selbstverständlich ein Pooljunge - bzw. meinem Chef, der morgens die Pumpe anwirft, so dass ich nach meinem Dauerlauf durch Wald und Wiese eine Abkühlung genießen kann.
Camping de Saumont*** hat 66 Standplätze und 15 Mobilhomes zu vermieten, er liegt in den Alpen zwischen Genf und Lyon, es sind nur ein paar Kilometer bis zur Rhône oder zum Lac de Bourget, dem größten Naturwassersee Frankreichs - die Savoie ist eine Region zum Wandern, Radfahren, Kanufahren, Paragliding, Wein- und Käse probieren..... außerdem ist der Campingplatz mit Pool, Bar, Billard, Tennis, Trampolin, etc. etc. super ausgestattet..... Camping ist auch nicht mehr das, was es einmal war....

Mein Team
besteht aus Kathrin: zuständig für die Reinigung, den Imbiss und die Blumen - Pascal: zuständig für den Garten und Handwerksarbeiten - und meinem Chef Jean-Paul: zuständig für alles. Morgen kommt noch eine Animateurin aus Holland hinzu. Das Team ist super und wir verstehen uns bisher prächtig, wie wir auf französisch sagen: wir verbringen "des bons moments" zusammen, dass bedeutet soviel wie ein Schwätzchen bei der morgendlichen Kaffeepause, ein gemeinsames Essen, und fast immer ein Gläschen am Abend..... mit meinem Chef hätte ich es sicher schlechter treffen können, Jean-Paul ist sehr nett, flexibel, offen für Neues und lässt mir viel Freiraum bei meiner Arbeit.

Mein Job
Ist abwechslungsreich! Hauptsächlich befasse ich mich zurzeit mit Marketing: Überarbeitung und Übersetzung des Informationsmaterials und Erstellung einer Studie über den deutschen Quellmarkt für Campingurlauber. Nebenbei gibt es häppchenweise die Einweisung in den Empfang: Gästeinformation verschicken, Reservierungen vornehmen, Check-In, Check-Out... Die angewandte Einweisungsmethode lautet "sur le tas", (Learning by Doing). Die Erklärung gibt es meistens hinterher. Zum Glück sind alle Gäste bisher ganz geduldig, wenn ich in dem Schreibtischchaos hilflos nach der gewünschten Auskunft suche oder sie dreimal bitte, ihren Namen zu buchstabieren, weil ich sie am Telefon so schlecht verstehe.... Meine Konzentrationsfähigkeit wird immer wieder durch Unterbrechungen auf die Probe gestellt: einen Gast an der Bar bedienen, einen Neuankömmling in seine Mietunterkunft einweisen.... Meine Arbeitseinführung verläuft sympathisch-chaotisch, aber neben Reservierungssystemen, Preislisten und Reiseführeranzeigen lerne ich ganz nebenbei eine Menge über den Umgang mit dem Gast und die alltäglichen Herausforderungen eines Campingplatzes.

So, jetzt muss ich aber Schluss machen, denn heute ist "Pizza- und Quicheabend" und mein Team wartet auf mich....

Küsschen,
Roni

Eingestellt von Roni_Paris 14:42 Archiviert in Frankreich Tagged living_abroad Kommentare (1)

19. Noch einmal richtig aufgetankt!

Hallo ihr Lieben,

nun habe ich mich in meinem Zuhause für die nächsten drei Monate eingerichtet: ein Wohnwagen auf einem famliär geführten Campingplatz in den französischen Alpen! Ich fühle mich hier "sauwohl", aber Genaueres werde ich euch im nächsten Blogeintrag berichten.

Dieser Eintrag ist meinen Kurzurlaub in Südfrankreich gewidmet, den ich zum Auftanken für die Hochsaison genutzt habe.
Schon bei meiner Ankunft in Avignon schlug mir mit der warmen, feuchten Luft die Urlaubsstimmung entgegen und brachte mich in meiner Pariser Jeans ins Schwitzen. Untergebracht war ich - zusammen mit Claus, dem Freund meiner Mutter - auf einem schnuckeligen kleinen Campingplatz bei Apt, auf der Spitze einer Erhebung mit einer wunderbaren Aussicht. Die Versorgung war hervorragend: Die Besitzerin Simone gab am Abend einen Pastis aus, der Gärtner steuerte Kirschen bei und unser holländischer Zeltnachbar lud uns zum selbstgekochten Abendessen ein.....

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Abendliches Beisammensitzen bei einem Aperitif

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Der Ort Apt am Abend

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Natürlich gehören die Lavendelfelder zum Bild der Provence!

Aber was bietet Südfrankreich? Wein und Lavendel? Nicht nur, Südfrankreich ist viel mehr als das.... drei Tage haben Claus und ich die Umgebung unsicher gemacht und noch viel mehr entdeckt....

Schlüprig
Der erste Tag wurde den Sümpfen der Camargue gewidmet, einer Feuchtregion im Rhône Delta, die ich schon seit dem Tag besichtigen wollte, an dem ich meine Begeisterung für ihre schönen Pferde entdeckt habe. Wir hatten das Glück, nicht nur die weißen Pferde in freier Natur zu sehen, sondern auch jede Menge Flamingos, die in den Salzlagunen rote Krebse fressen und daher ihre besondere Farbe gewinnen.

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Camargue Pferde

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Les Saintes-Maries-de-la-Mer

Trocken
Der Zweite Tag war den Ockerfelsen gewidmet. Ein morgendlicher Ausritt führte uns zum "Colorado", einem ehemaligen Ockerbruch, wo wir durch rot-orangenen Staub galoppierten und den Spaziergängern als Fotomotiv dienten - offenbar brachten wir ein bisschen Wild-West-Flair in die beeindruckende Felskulisse. Mich beeindruckten dagegen die Pferde, die auf den steinigen, steilen Pfaden einer Bergziege in nichts nachstanden.

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Ausritt im Colorado

Am Nachmittag besuchten wir Roussillon, ein kleines idyllisches Dorf mit vielen Ateliers und Künstlern, die mit den Ockerfarben Bilder und Keramik in leuchtenden Farben von rot über orange bis gelb und sogar grün zaubern. Auch hier kann man nahebei Felsen besichtigen.

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Die Häuser in Roussillon leuchten in allen Farben, welche der Ocker zu erwecken weiß.

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Ockerfelsen nahe Roussillon

Steil
Der Dritte Tag war dem Gebirge gewidmet – oder genauer gesagt dem Mont Ventoux. Während Claus in die Pedale trat um den Berg per Fahrrad zu erklimmen, trat ich das Gespedal und versuchte mich um die Kurven und um die zahlreichen Fahrradfahrer zu schlängeln, während hinter mir die Motorräder drängelten. Von der Bergspitze bot sich bei strahlendem Sonnenschein ein herrlicher Blick auf die Alpen und den Mont Blanc.

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Der Mont Ventoux

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Mein Kurzurlaub schloss mit einem Abendessen in Caseneuve, von wo ich bei einem Glas Wein wunderbar den Sonnenuntergang beobachten konnte....

Küsschen und bis zum nächsten Eintrag!

eure Roni

Eingestellt von Roni_Paris 14:02 Archiviert in Frankreich Tagged backpacking Kommentare (0)

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